Lesezeichen: Elternsprecherin fordert Stopp von Kulti-Umbau
Markige Worte zum Wochenanfang: Die Vorsitzende des Kreiselternrat Dresden Annett Grundmann fordert laut “Sächsischer Zeitung”, die Umbaupläne u.a. für “Kulturpalast, Kulturkraftwerk und manche Straßenbauprojekt” einzufrieren und alles Geld in die Bildung zu stecken. Hintergrund sind die steigenden Schülerzahlen und der desolate Zustand mancher Schulen.
Die “SZ” zitiert Grundmann mit den Worten:
“Die Lage an den Dresdner Schulen sei so katastrophal, dass jeder Cent in deren Ausbau und Sanierung gehöre.”
Der Bericht der “SZ” zum Thema trägt den Titel: “Elternsprecherin fordert Stopp von Kulti-Umbau“.






1 Kommentar
Wir brauchen gute Schulen und wir brauchen gute Häuser für unsere großen Kultureinrichtungen. Was Frau Grundmann fordert, ist unfair, weil es Schule und Kultur gegeneinander ausspielt. Der Sanierungsstau bei den Schulen und den Kultureinrichtungen ist das Ergebnis von 20 Jahren falscher Prioritätensetzung an der Stadtspitze.
Bildung ist aber auch mehr als Schule, Bildung findet nicht nur in der Schule, sondern auch in Kultureinrichtungen statt, im Schülerkonzert, im Theater, im Museum.
Wer Schule vor Kultur fordert, der geht Finanzbürgermeister Vorjohann auf den Leim und gefährdet den Bestand von TJG, Philharmonie und Operette.
Von einer Kreiselternratssprecherin darf man mehr Weitsicht erwarten, bei allem Respekt vor dem Engagement für die Dresdner Schülerinnen und Schüler.
Das sage ich als Stadträtin, als Elternteil eines Schulkindes und als Kulturpolitikerin.